Total verängstigt, gequält und wie Müll weggeworfen - so haben wir Felipe in der Tötungsstation kennengelernt - nun hat sein neues Leben in einer eigenen Familie begonnen !

Im neuen Zuhause trifft Felipe auf Franjo, den wir ebenfalls aus einer Tötungsstation auf Lanzarote retten konnten 1
                                                                  

28.04.2019
Liebe Lucia, liebe Frau Schwarz,

nachdem wir nun gestern unseren Umzug vom Ruhrpott nach Thüringen geschafft haben, gibt es mal wieder ein kleines Update von uns. Sowohl Henri als auch Hugo haben das ganze Chaos sehr gut weggesteckt und geduldig ertragen. Dafür gab es heute eine ausgiebige Morgenrunde, sodass nun alle wieder entspannt sind.

Die ruhigere Umgebung hier in Treffurt tut uns allen, aber vor allem auch den Hunden wirklich gut. Hugo können wir bereits im Wald, auf der Kirschplantage und unten an der Werra frei laufen lassen. Er hat bei Weitem nicht so einen großen Radius wie Henri, achtet mehr auf uns und hält auch immer in der Nähe auf. Auch sucht er nicht so wild wie Henri, sondern scheint einfach froh zu sein, dass er frei laufen und die Umgebung ein wenig entdecken kann. Das ist so schön zu sehen! Henri zieht meist die Schleppleine hinter sich her, weil er ansonsten zu schnell voraus laufen würde. Allerdings wird es auch mit ihm besser und wir sind guter Dinge, dass auch er öfter mal frei laufen kann.

Ansonsten wollen wir den Garten fit machen, sodass die beiden auch dort toben und entspannen können.

Mit den besten Grüßen HENRI , HUGO , N., und K,.
18.03.2019
Mit lieben Grüßen von HENRI und HUGO
29.12.2018
Liebe Lucia, liebe Frau Schwarze,

da es mit Hugo doch in recht großen Schritten vorangeht, dachten wir, es wäre Zeit für ein weiteres Update. Wir sind die letzten Tage viel unterwegs gewesen und Hugo macht mit wie ein alter Hase. Das Autofahren klappte ja wirklich schnell sehr gut, Henri war da vielleicht eine hilfreiche Stütze. Deshalb sind wir für Weihnachten zunächst nach Bremen, haben von dort sogar einen Tagesausflug nach Hamburg zu Freunden gemacht (sie haben auch einen Podenco) und sind nun in Thüringen. Weder die Fahrten noch die neuen Umgebungen haben ihm größere Probleme bereitet, lediglich die neuen Gesichter waren zunächst etwas einschüchternd. Aber Hugo geht ja immer vorsichtig auf alle zu und braucht nur etwas länger.
Und kommt er ebenfalls immer näher und fordert zwischendurch auch gerne ein paar Streicheleinheiten ein, wenn auch zaghaft. Henri und er rücken ebenfalls näher zusammen. Gerade Hugo sucht hin und wieder vorsichtig Henri’s Nähe.
Im Anhang ein paar weitere Bilder.
   
Auf einen guten Start ins kommende Jahr!

Herzliche Grüße aus dem Werratal,
Hugo, Henri, Nils und Kim
20.11.2018
Liebe Lucia, liebe Frau Schwarze,
 
nach der ersten Woche wollen wir mal ein kleines Update geben. Gerade auch, weil sich der kleine Kerl ganz wunderbar einlebt und jetzt schon sehr große Fortschritte gemacht hat, mit denen wir so erst gar nicht gerechnet haben, da er so wahnsinnig scheu und schreckhaft ist, in manchen Situationen auch kurz ängstlich. Aber die Neugier siegt am Ende oft, wenn man ihm genügend Freiraum und Zeit gibt.
 
Vorab direkt: Felipe heißt nun Hugo. Und er hört auch schon ziemlich gut darauf. Generell hört er super, er reagiert schnell, wenn man ihn ermahnt. Henri war da damals weitaus frecher und hat seine Grenzen ganz anders ausgetestet (Essen stehlen, irgendwo raufklettern etc.). Die beiden verstehen sich soweit wunderbar, aber ein bisschen dauert es noch, bis sie sich näher kommen. Henri würde gerne schon eine Runde wild spielen, was Hugo einfach zu viel ist. Andersherum versucht Hugo sich ein wenig an Henri zu kuscheln, was Henri wiederum noch nicht geheur scheint. Futterneid gibt es aber überhaupt keinen. Sie fressen beide im gleichen Raum und wenn einer fertig ist, geht er einfach.
   
Die Geräusche innerhalb der Wohnung scheinen Hugo überhaupt nicht zu stören... Waschmaschine, Mixer, Staubsauger - alles total unproblematisch. Draußen ist das allerdings ganz anders. Aber auch da ist es schon viel besser geworden, gerade auf den Strecken, die wir sehr regelmäßig laufen. Die Straße / Kreuzung bei uns ist kaum mehr ein Thema, solange nicht gerade ein großer LKW vorbeirauscht.
 
Was ihm ansonsten die meisten Probleme bereitet, ist die Leine. Es funktioniert, allerdings läuft er meist nie ganz aufrecht und er ist oft verwirrt, wenn es plötzlich nicht einfach weitergeht, sondern die Leine ihn bremst. Je länger die Leine (wir nutzen abseits der Straßen eine 3m Leine), desto unbeschwerter läuft er. Auch längere Spaziergänge sind völlig in Ordnung und er ist sehr interessiert und viel mit der Nase auf dem Boden. Jagdtrieb auf jeden Fall 1a ausgeprägt - den einen oder anderen Satz hat er schon gemacht, weil er was gesehen hat. Da er draußen im Grünen recht entspannt ist, haben wir ihn am Samstag mit zum Hundeplatz genommen. Henri hat dann immer Agility in einer überschaubaren Gruppe und das auf einem ehemaligen Fußballplatz, der sehr hoch eingezäut ist, teilweise bis ca. 8m. Die einzelnen Wiesen auf dem großen Platz sind wiederum auch noch einmal seperat eingezäunt. Auf der Freilauf-Wiese haben wir ihn dann laufen lassen und er blühte förmlich auf. Zum einen war er an den anderen Hunden interessiert und zum anderen konnte er einmal richtig Gas geben. Es wurde aber auch ordentlich gesucht und geschnüffelt.
Und der Rückruf (Pfiff) klappt teilweise auch schon, weil er sich super an Henri orientiert. Das sollte er also auch schnell lernen.
 
Ganz entspannt sind andere Hundebegegnungen. Sowohl auf dem Platz im Auslauf als auch an der Leine. Er ist neugierig und interessiert. Falls ihm etwas zu viel wird, zieht er sich zurück, setzt sich hin oder bellt auch einmal kurz. Das meistert er total souverän! Da scheint er dann auch gar nicht wirklich unsicher, er mag es einfach nur ruhiger. Henri ist ja eher das Gegenteil und ein kleiner Chaot.
 
Kurze Autofahrten haben wir ebenfalls gemacht. Die ersten 2-3 Minuten ist er noch verunsichert und dann entspannt er sich aber und schaut viel raus und beobachtet die Umgebung. Das wird er bestimmt bald genauso gut wie Henri beherrschen.
 
Anbei noch ein paar Photos von der halben Portion. Da wird einem erstmal bewusst wie groß Henri doch eigentlich ist. Wir haben das überhaupt nicht mehr gesehen, bis der kleine Hugo neben ihm stand.
 
Herzliche Grüße aus dem Ruhrpott,
Hugo, Henri, Nils & Kim
14.11.2018
Liebe Margarete, liebe Lucia,
wir machen Fortschritte 😊 Wir haben den kleinen Mann umbenannt und werden ihn in Zukunft Hugo rufen 😊 Heute morgen um 5 hat er das erste Mal draußen gepullert und später noch einmal. Es wird also so langsam. Die erste Begegnung mit anderen Hunden hat gezeigt, dass das kein Problem wird.  Nur wenn sie stürmisch werden, ist er unsicher, geht aber sehr gut damit um. Er taut langsam auf und wir sind guter Dinge, dass er sich gut weiterentwickelt 😊
12.11.2018
Kennenlernen lief soweit gut. Draußen war noch zu viel für ihn, daher musste der Teppich dran glauben, aber selbst schuld, wenn man diesen nicht vorher wegräumt ...mittlerweile haben sich alle beruhigt