Adopt, don‘t shop!

Fünf Irrtümer über Tiere aus dem Tierschutz/Tierheim
Über Tiere aus dem Tierschutz oder einem Tierheim gibt es einige Vorstellungen - die wenigsten davon entsprechen allerdings der Wirklichkeit.

Vorurteil 1: „Die Tiere sind alle krank.“
Fakt ist: Gut geführte Tierheime legen besonders viel Wert auf die Gesundheit der Tiere und achten deshalb auf eine exzellente medizinische Versorgung ihrer Schützlinge. „Die Tiere sind zum Abgabezeitpunkt meistens schon kastriert, geimpft, gechippt, entwurmt und gegen Flöhe und Zecken behandelt. Wenn Tiere im Tierheim krank sind, handelt es sich oft um jene, denen medizinisch nicht mehr geholfen werden kann, darunter fallen oft Krebs-Patienten. Adoptanten werden natürlich informiert, wenn die Krankheit bekannt ist.

Vorurteil 2: „Die Tiere sind nicht gut erzogen.“
Fakt ist: Gute Tierheime achten sehr auf eine gute Erziehung und Sozialisierung ihrer Tiere, denn das erhöht die Adoptionschancen und erleichtert den Übergang in eine neue Familie. Sollte es tatsächlich spezifische Probleme geben werden Adoptanten natürlich informiert bzw. unterstützt.

Vorurteil 3: „Alle Tiere im Tierheim sind alt.“
Fakt ist: Nicht das Alter eines Tieres bestimmt, warum es ausgesetzt wurde oder abgegeben werden musste. „Es sind ganz unterschiedliche Umstände. Das kann eine veränderte finanzielle Situation des früheren Halters sein, vielleicht dessen Tod oder einfach ein ungeplanter Wurf. Daher gibt es Tiere aller Altersgruppen im Tierschutz oder im Tierheim, auch Welpen.“

Vorurteil 4: „Tierheimtiere haben alle Verhaltensprobleme.“
Fakt ist: Die meisten Tiere wurden nicht ausgesetzt oder abgegeben, weil sie verhaltensauffällig sind, sondern weil besondere Umstände dazu beitrugen. Insgesamt zeigen nur wenige Tiere negative Verhaltensweisen. Sollte das tatsächlich der Fall sein, ist dies in der Regel auf die schlechte Haltung zurückzuführen, aus der sie gerettet worden sind.

Vorurteil 5: „Im Tierschutz/Tierheim gibt es keine Rassehunde.“
Fakt ist: Selbst reinrassige Tiere werden ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben, weil es die Lebensumstände der früheren Halter so erfordern. Manchmal schafft des der frühere Besitzer nicht mehr den Bedürfnissen des Tiers zu entsprechen, aber leider verliert der Mensch auch oft einfach die Lust sich zu kümmern und Verantwortung zu tragen.